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Various - Jazz in Deutschland - Teil 2, Die Swi...
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3-CD 8-seitigen Digipac mit 199-seitigem Booklet, 92 Einzeltitel. Spieldauer ca. 255 Minuten. Der Jazz in Deutschland Teil II - Die Swing-Jahre CD 4: Jazz unterm Hakenkreuz – Die Vorkriegsjahre Im Jahr 1933 begann die Massenflucht des jüdischen Teils der Bevölkerung. Zu den Prominenten, die das Land sofort verließen, gehörten Dajos Béla, Marek Weber und Paul Godwin sowie Deutschlands erfolgreichstes Schau-Orchester, die Weintraub Syncopators. Die im Land verbliebenen Juden wurden vom Kulturleben des Dritten Reiches durch Berufsverbote und Ausgrenzung ausgeschlossen. Von den ´arischen´ Musikern erwarteten die neuen Machthaber eine ´volksverbundene deutsche Tanzmusik´, worunter sich allerdings niemand etwas vorstellen konnte. Der Jazzpianist Georg Haentzschel erinnerte sich, daß sich die Jazzpraxis zunächst in nichts von den vorangegangenen Jahren unterschieden habe. Die Nationalsozialisten wußten ohnehin nicht, wie sie die gewünschte Tanzmusik vom unerwünschten ´Negerjazz´, dem sogenannten ´Niggerjazz´, und bald auch vom Swing abgrenzen sollten. Um es vorwegzunehmen: Zu keiner Zeit gab es in Nazi-Deutschland ein allgemeines Jazzverbot. Aber selbstredend gab es Bemühungen, eine ´neue deutsche Tanzmusik´ zu finden. Zahlreiche Tanzkapellen-Wettbewerbe sollten neue ´arteigene Klänge´ entwickeln helfen, die sich durch ´´mäßigen Gebrauch von Synkopen´´ und ein ´´anständig geblasenes Saxophon´´ auszeichneten. Aber die wesentlichen Orchester waren an einer Teilnahme nicht interessiert. Und für die faktisch unbedeutenden Orchester der NS-Parteigänger interessierte sich niemand. Aus Mangel an einer Definition machten die neuen Machthaber den Jazz an Äußerlichkeiten fest, 1933 am Saxophon. Das brachte die deutschen Instrumentenbauer auf den Plan. Diese befürchteten Umsatzeinbußen und wandten sich an das Reichswirtschaftsministerium, das sich zur Klärung der Situation an das Goebbels-Ministerium wandte. Das beschied, ´´daß das Saxophon an der Negermusik völlig unschuldig´´ sei. Es sei eine Erfindung des [Belgiers] Adolf Sax und werde hauptsächlich in der Militärmusik gebraucht. ´´[...] Der Verwendung des Saxophones steht irgendein mit dem Verbot der Negermusik zusammenhängendes Hindernis nicht im Wege.´´ Dieses Beispiel zeigt das Dilemma der braunen Kultur-Oberen in der Frage des Jazz. Sie sollten ihr Definitionsproblem in den ihnen zur Verfügung stehenden 12 Jahren nicht lösen. Im März 1933 verbannte die Berliner Funk-Stunde ´´alle fragwürdige, vom gesunden Volksempfinden als ´Negermusik´ bezeichnete Tanzmusik, in der ein aufreizender Rhythmus vorherrscht und die Melodik vergewaltigt wird.´´ Dieses Sendeverbot war eine Einzelmaßnahme der übereifrigen Berliner Sendeleitung. Im September des gleichen Jahres wurde die Reichskulturkammer mit sieben Einzelkammern gegründet, eine Zwangsvereinung zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens. Goebbels übernahm den Vorsitz. Präsident der Reichsmusikkammer wurde der Komponist Richard Strauss, ab 1935 war es der Generalmusikdirektor Dr. Peter Raabe. Nur ´Arier´ konnten Mitglied der verschiedenen Kammern werden, nur Mitglieder waren zu öffentlichen Auftritten zugelassen. 1935 erschien als Privatinitiative das Büchlein ´Judentum und Musik: mit dem ABC jüdischer und nichtarischer Musik´ von Hans Brückner und Christa Maria Rock, einer nach eigenem Bekunden antisemitischen Fachschriftstellerin. Erst 1940 erschien das offizielle ´Lexikon der Juden in der Musik´ von Dr. Theophil Stengel, einem Referenten der Reichsmusikkammer, und Dr. habil. Herbert Gerigk, dem ´Leiter der Hauptstelle Musik beim Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP´. Der ´Beauftragte des Führers´ war Alfred Rosenberg. Diese Veröffentlichungen dienten als Checklisten zur Durchsetzung von Berufs- und Aufführungsverboten. Jazz in Deutschlad - CD-Album Serie von Bear Family Records Read more at: https://www.bear-family.de/bear-family/deutsche-serien/jazz-in-deutschland/ Copyright © Bear Family Records

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Various - Sol Sajn - Vol.1, Jiddische Musik in ...
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(3-CD Digipack mit 140-seitigem Booklet, 71 Einzeltitel. Spieldauer: 216:21) -- Die Jiddische Musik/ Klezmer fasziniert durch ihre Vielfalt und Lebendigkeit. Jiddische Musik in Deutschland seit 1945 – eine späte Faszination Politische Voraussetzungen in Deutschland Die oft für das Kriegsende verwendete Bezeichnung ´Tag der Befreiung´ (8. Mai 1945) sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Tag die offizielle Niederlage Deutschlands gegen die Alliierten darstellt. Mag es auch Erleichterung über das Ende des Krieges gegeben haben, die Angst vor der Rache der Sieger beherrschte die Verlierer, und bald trat neben die Niederlage die Schande der versuchten Ausrottung der Juden. Die Berichte der alliierten Armeen über Vernichtungslager, die Berichte Überlebender und die Aussagen führender Nazis vor alliierten Gerichten stigmatisierten die Verlierer vor aller Welt als Monster und versetzten sie in eine tiefe Scham. Gleichsam als Rechtfertigung und als persönliche Entschuldigung hieß es: ´´Davon haben wir nichts gewusst´´; eine Lüge, die sich notwendigerweise zu einem nationalen Trauma entwickeln musste. Jüdische Kultur im jungen Nachkriegsdeutschland Es waren denkbar schlechte Voraussetzungen für den Umgang mit jüdischer Kultur in Deutschland -- nur Tage und Monate zuvor war die Vernichtung aller jüdischen Kultur erklärtes Ziel des Reichs gewesen. Während die Alliierten noch auf der Jagd nach Kriegsverbrechern waren und in Wäldern versteckte Werwolf-Gruppen zerschlugen, entstanden in Deutschland Flüchtlingslager überlebender Juden aus den Vernichtungslagern. Es gab jüdische Künstler, die von Lager zu Lager fuhren und für die Insassen jiddische Lieder sangen. Dies als Beginn zu betrachten wäre vermessen: Überlebende sangen und spielten für Überlebende. Mit der Weiterreise der jüdischen Künstler und der Schließung der Lager verschwand vorerst der letzte Rest jüdischer Kultur aus Deutschland. Nicht nur die jüdischen Gemeinden aller Welt, sondern wohl auch die Deutschen selbst hielten das Kapitel Judentum und Deutschland für beendet. Die politische Situation im westlichen Teil Deutschlands Nach Gründung der Bundesrepublik als Teil der demokratischen westlichen Welt wurden die Gründerväter von ihren neuen Verbündeten sehr wohl skeptisch beobachtet. Viele trauten Deutschland die Wandlung zum Bündnispartner der westlichen Demokratie nicht zu. Der beginnende Kalte Krieg und die Teilung Deutschlands erleichterten es der Bundesrepublik zwar, als Bündnispartner Anerkennung zu finden, das Misstrauen der westlichen Gemeinschaft gegenüber dem Gegner aus zwei Weltkriegen blieb jedoch lange Zeit bestehen. Andererseits bemühte sich die Bundesrepublik um gute Beziehungen zu Israel und begann mit Wiedergutmachungszahlungen an den jüdischen Staat. Nach dem verlorenen Krieg, dessen Aufarbeitung bei den Deutschen gerade erst einmal begonnen hatte, tat es gut, nun als Partner in ein Bündnis westlich-demokratischer Staaten aufgenommen zu sein. Der Marshall-Plan brachte der wirtschaftlich ruinierten Bundesrepublik in sehr kurzer Zeit einen relativen Wohlstand. Westdeutschland begann zu prosperieren. Langsam verloren die Partner der BRD ihr Misstrauen. Die Deutschen begannen, sich als beinahe gleichberechtigt zu fühlen; man hatte einen Krieg verloren, doch das war auch anderen schon passiert. Nur die Gräuel des Holocaust blieben so etwas wie eine nationale Schande, das Kainsmal, das man nicht wegwischen konnte. Erste Schritte jüdischer Kultur in der Bundesrepublik Der große Erfolg von Esther und Abi Ofarim in der Bundesrepublik hatte mit der politischen Situation zu tun. Die beiden israelischen Künstler sangen nicht nur hebräisch, sondern auch deutsch, bezogen die ehemaligen Feinde ein, und dafür waren ihnen die Deutschen, ganz abgesehen von der Qualität ihres Vortrags, dankbar. Esther Ofarim brachte eine Platte mit internationalen Kinderliedern heraus, mit dabei auch ein jiddisches. Vom Sänger Peter Rohland veröffentlichte Thorophon 1968 zwei Schallplatten mit jiddischen Liedern, meines Wissens das früheste Zeugnis westdeutscher Beschäftigung mit jiddischer Musik nach dem Krieg. Neben anderen trat Elsbeth Janda seit den frühen sechziger Jahren mit jiddischen Liedern in Erscheinung. Die 68er Und dann kamen die Achtundsechziger. Die Ursprünge dieser mittlerweile stark nostalgisch verklärten Bewegung, begannen durchaus ehrlich mit dem Infragestellen des ´´Davon haben wir nichts gewusst´´ und dem daraus resultierenden, an Eltern und Großeltern

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(3-CD Digipack mit 132-seitigem Booklet, 59 Einzeltitel. Spieldauer: 244:18) Die Jiddische Musik/ Klezmer fasziniert durch ihre Vielfalt und Lebendigkeit. Die drei CDs in diesem Box-Set komplettieren die aus vier Folgen bestehende Anthologie ´Sol Sajn: Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)´. An dieser Stelle sei ein Rückblick erlaubt, um zu klären, was die insgesamt 256 auf zwölf CDs verteilten Titel repräsentieren sollen. Die Herausgeber haben ihr Bestes versucht, wenigstens einen Querschnitt der wichtigsten Künstler, Perioden, Aufnahmen und Stile aus der Welt jiddischer Gesangs- und Instrumentalmusik vorzustellen wie sie in Deutschland zwischen 1953 und 2009 zu hören gewesen ist. Zwei historisch und musikalisch wichtige Gruppen sind auf dieser Sammlung allerdings nicht zu finden: Zum einen sind das Aufnahmen von John Zorn und anderen Künstlern mit über 400 CDs auf seinem Tzadik-Label (aus Lizenzgründen). Zum anderen verzichtete man auf die Aufnahmen mit jiddischer Musik von Dutzenden Gruppen aus ganz Europa und Nordamerika, die einige Verbindungen nach Deutschland haben und deren schiere Zahl den Rahmen dieses Projekts gesprengt hätte. Die Herausgeber bedauern diese notwendigen Auslassungen und empfehlen die Internetsuche, die zu den meisten dieser wertvollen Aufnahmen führt. Die CDs 10 bis 12 befassen sich mit dem Zeitraum von Mitte der neunziger Jahre bis 2009. Klezmer aus den USA um die Jahrtausendwende Vorwort von Dr. Alan Bern Während der neunziger Jahre kam es zu einer geradezu verblüffenden Vermehrung und Streuung von Klezmer- bzw. Jiddisch-, New-Jewish-Music-, Radical-Jewish-Music-Bands und –Stilen. Das ging so weit, dass die noch 1989 in Deutschland gestellte Frage, ´´was Klezmer-Musik ist´´, schon 1995 mit ´´Alles und jedes´´ beantwortet werden konnte. Laut Giora Feidman, dem berühmtesten Klezmer-Musiker in Deutschland, bezieht sich der Begriff ´Klezmer´ auf einen Musiker in einem speziellen emotionalen/geistigen Zustand, nicht jedoch auf jiddisches Repertoire und Stil. Tatsächlich war es so, dass professionelle jiddische Instrumentalisten (Klezmorim) in Osteuropa und den USA unter vielen verschiedenen Kulturen lebten und spielten, was man positiv als musikalische Offenheit oder negativ als Wurzellosigkeit werten konnte. Klezmer-Musik hatte in den Vereinigten Staaten bereits in den dreißiger Jahren einen Großteil ihres ursprünglichen Zwecks im täglichen Leben der jüdischen Gemeinden eingebüßt. Sie wurde von ihrer sozialen Basis losgelöst und wehrlos dem Einfluss aktueller Modeströmungen ausgesetzt. So gab es in den Neunzigern für amerikanische Musiker des Klezmer-Revivals nur wenige Beschränkungen hinsichtlich ihrer kreativen Freiheit. Ihre Musik ging eher auf den Geschmack eines Konzertpublikums ein als auf die Bedürfnisse einer lokalen Gemeinde. Und der Mangel an genügend historischem Wissen über Klezmer-Musik in Deutschland überließ das Schreiben darüber weitestgehend Journalisten oder Band-Promotern, die oft genug romantisierten und Geschichten erfanden, um bei ihren Lesern oder potentiellen Kunden Eindruck zu machen. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt: Der Weltmusikmarkt war entstanden und brachte Möglichkeiten für und Druck auf Klezmer-Musiker mit sich, ein größeres Publikum zu erreichen, dessen Geschmack sie sich anpassten. Nach der Wiedervereinigung reduzierte ein drastischer Rückgang öffentlicher Gelder für Konzerte die Auftrittsmöglichkeiten für Bands, die weniger kommerziell orientiert waren. Der Boom der späten achtziger Jahre hatte zudem – wie vorausgesehen – zu einem Überschuss an Bands in den Neunzigern geführt. Die Folge war eine Übersättigung. Fernsehen, Film und Radio benutzten damals Klezmer-Musik viel zu oft als Hintergrund für alles, was mit jüdischen Themen zu tun hatte, selbst wenn es gar keinen relevanten Konnex gab. Besonders die jüdischen Gemeinden in Deutschland waren verärgert, permanent mit jiddischer Musik identifiziert zu werden, eine Assoziation, die historisch in großem Maße falsch ist. Einige wichtige Kritiker waren nun überzeugt, dass Klezmer-Musik eine Art Betrug war, und benutzten Termini wie ´Shoa-Biz´, ´Judenkitsch´ und ´jüdisches Disneyland´, was maßgeblich zum wachsenden Zynismus hinsichtlich der jiddischen Kultur beitrug. All das führte zu einer verworrenen Situation und wirkte auf die Musik zurück. Doch es gab auch eine durchaus positive Seite: Viele Klezmer-Musiker reagierten erstaunlich kreativ auf dieses Durcheinander. Vom

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(3-CD Digipack mit 128-seitigem Booklet, 62 Einzeltitel. Spieldauer: 237:48) Die Jiddische Musik/ Klezmer fasziniert durch ihre Vielfalt und Lebendigkeit. Das Thema dieser CD ist der Kontakt der Bands des amerikanischen Klezmer-Revivals zu Deutschland, doch es ist nicht möglich, sich diesem Thema ohne ein Grundwissen über amerikanische Geschichte und den Kontext zu nähern. Das Klezmer-Revival ist tief in der Sozialgeschichte der Jiddisch sprechenden Juden Amerikas verwurzelt, und wir müssen 100 Jahre zurückgehen, um diese Geschichte in größter Kürze zu erzählen. Erste Generation Zwischen 1880 und 1924 emigrierten auf der Flucht vor Verfolgung und bitterer Armut in Osteuropa und Russland mehr als zwei Millionen Jiddisch sprechender Juden nach Nordamerika. Die Mehrheit von ihnen strömte, zusammen mit Millionen anderer Immigranten, in die großen Ostküstenstädte wie New York, Boston und Montreal. Der große Traum dieser Generation war es, die Arbeiterklasse hinter sich zu lassen und in die Mittelklasse oder darüber hinaus aufzusteigen. Vorurteile, Quoten, Sprache und andere Hindernisse standen dem im Weg, doch der Weg war unbeschreiblich freier als in Osteuropa. Erfolg hieß, sich schnellstmöglich an die amerikanische Gesellschaft anzupassen und die Institutionen, Bräuche oder Werte der Alten Welt, die in der Neuen Welt keinen Platz mehr hatten, zu verwerfen. Der amerikanische Traum vom Erfolg durch ´´harte Arbeit und Bildung´´ wurde von vielen dieser Generation, die tags arbeiteten und nachts auf der Night School Englisch, amerikanische Geschichte, Gesellschaftskunde und viele andere Fächer lernten, verfolgt. Allzu oft galt diese große Hoffnung nicht für sie selbst, für die der Sprung zur Mittelklasse oft zu groß war, sondern für ihre Kinder. Musik Unter den jüdischen Immigranten in Amerika gab es professionelle jiddische Instrumentalmusikanten (Klezmer, Mehrzahl Klezmorim). Einige, wie Dave Tarras und Naftule Brandwein, entstammten Familien, die diesen Beruf seit Generationen ausgeübt hatten. Doch die Struktur und das Tempo von Leben und Arbeit in Amerika unterschieden sich radikal von Europa; in New York City gab es für die traditionelle dreitägige jüdische Hochzeit mit ihren komplizierten Ritualen, die jeweils von spezieller Musik begleitet sind, weder Zeit noch Raum. CD 5: Der Einfluss von Giora Feidman Giora Feidman ist mit Sicherheit der Musiker, der durch seine Popularität am meisten für die Verbreitung jiddischer Musik in Deutschland getan hat. Gleichzeitig ist sein Konzept umstritten; über Jahre hinweg, seit Anfang der neunziger Jahre, spaltete es fast die gesamte Szene in Deutschland. Noch heute ist diese Spaltung nicht völlig aufgehoben, obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Dinge weiter ändern. 1984 wurde Giora Feidman von Peter Zadek an die Freie Volksbühne nach Berlin geholt, wo Zadek Joshua Sobols Stück ´Ghetto´ inszenierte. Dieses kontroverse Stück war überaus erfolgreich und machte Feidman als Klarinettisten für jiddische Musik bekannt. 1989 führte Feidman seinen ersten Workshop in Berlin durch; auf diesem Workshop trafen sich Musiker und Laien, die zum Teil noch heute in der Musik aktiv sind. Die Workshop-Teilnehmer beschlossen, auch im Nachhinein in Kontakt zu bleiben, Adressen wurden ausgetauscht, ein erstes Netzwerk entstand. Gemeinsames Ziel war der gemeinsame Zugriff auf Materialien (Noten, Musik etc.), die es zu diesem Zeitpunkt in Deutschland kaum gab. Das Material Feidmans bildete einen ersten Grundstock. Das Netzwerk wurde später zur internationalen Klezmer-Gesellschaft ´Offen für die Musik der Welt´ in Berlin, die bis 2009 Bestand haben sollte. CD 6: Die ´jiddische´ Welt zu Gast in Deutschland Di Naye Kapelye - 1993 in Budapest gegründet, wird die Band noch heute von dem Amerikaner Bob Cohen, einem Gründungsmitglied und Musikethnologen, geleitet. Di Naye Kapelye machte sich schnell einen Namen insbesondere für ihre Verknüpfung von jiddischer Musik mit Szatmarer und der Umgebungskultur von Maramures, ihre erste, nie wirklich veröffentlichte Kassette wurde zum Sammlerobjekt. Bob Cohen, der permanent allein oder mit verschiedensten internationalen Musikern auf Feldforschungen nach Rumänien und der Ukraine unterwegs war, wie auch Bandmitglied Christina Crowder und ihr Partner John DeMetrick, denen ein Stipendium die Feldforschung in Rumänien ermöglichte, verstanden es, ihre Forschungsergebnisse in die Band einfließen zu lassen und damit einen geradezu einmaligen Sound zu kreieren; Cohen

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Various - Schlager im Spiegel der Zeit - 1933 S...
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1-CD mit 76-seitigem, gebundenem Booklet (Luxusausführung). 28 Einzeltitel. Spieldauer: 85:58. ´Schlager im Spiegel der Zeit - 1933´ Geschätzte Arbeitslosenzahl in den USA: 15 Millionen - Rücktritt des Schleicher-Kabinetts – Krupp entwickelt Diesel-Motor - Machtübernahme durch die Nationalsozialisten - Adolf Hitler wird Reichskanzler – Verhaftungswelle nach Reichstagsbrand – Ermächtigungsgesetz tritt in Kraft - Boykott jüdischer Geschäfte - Konzentrationslager werden errichtet – Öffentliche Bücherverbrennungen - Eine Reichskulturkammer sorgt für zunehmende ´Gleichschaltung´ und den Ausschluß jüdischer Künstler aus dem Kulturleben – Berliner Funkausstellung stellt Einheitsradio vor: den Volksempfänger - Deutschland verläßt den Völkerbund - Durch künstlichen Dünger werden die Ernteerträge der deutschen Landwirtschaft gegenüber 1880 rund verdoppelt - Der 1. Mai wird zum Staatsfeiertag in Deutschland erklärt – Reichstagswahl: 92,2 Prozent der Stimmen für die NSDAP - Todesurteil für Holländer Marinus van der Lubbe im Reichstagsbrand-Prozeß – Nobelpreis für Physik an Heisenberg

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Various - Sinfonie der Sterne - Die 40er Jahre ...
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1-CD mit 28-seitigem Booklet, 25 Einzeltitel, Spieldauer 74:25 Minuten. POLYDOR - ein Name ist Legende. Seit den ´Goldenen Zwanzigern´ drehen sich Schellacks, später Vinyl und Compact Discs unter dieser Weltmarke, anfangs mit verschiedenenfarbigen Labels, seit Beginn der 50er Jahre mit dem unverwechselbaren Orange-Label und den kleinen Sternchen oder mit dem seit 1963 eingeführten Polydor-Rot. Die Vierziger-Jahre Trotz des Krieges geht der Schallplattenbetrieb der Deutschen Grammophon Gesellschaft (DGG) weiter. Viele populäre Interpreten, die noch zu Beginn der 30er Jahre bedeutende Umsätze gemacht hatten, erscheinen nun nicht mehr in den Neuheitenlisten. Sie haben Deutschland noch rechtzeitig verlassen, oder werden nicht mehr produziert. Werke jüdischer Komponisten sind ´unerwünscht´ - und nach Kriegsbeginn werden auch Komponisten und Titel zum Beispiel aus England für deutsche Schallplattenverkäufer verboten. Gleiches gilt auch für Swing, auch wenn alle Verbote der Nazis sich nie gänzlich durchsetzen lassen. Auf dem Klassiksektor bringt die DGG eine große Zahl zeitlos gültiger Aufnahmen, dirigiert von Bruno Kittel, Richard Strauß und dem jungen Herbert von Karajan. Höhepunkt ist die ungekürzte Wiedergabe der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. Allein im kriegsverbündeten und nach Klassik dürstenden Japan wird die Matthäus-Passion 17.000 Mal auf der Marke Polydor verkauft. Ein blockade-brechendes U-Boot befördert die Passion-Matrizen ins Land der aufgehenden Sonne. Im Kriegsjahr 1941 übernimmt die Siemens & Halske AG die Deutsche Grammophon. Siemens führt ein verbessertes Aufnahmeverfahren (´Siemens-Silberverfahren´) und als neues Etikett ´Siemens-Polydor´ ein. Bald werden Schallplatten nur noch zur sogenannten Truppenbetreuung hergestellt, mit denen die Landser im Angesicht der Katastrophe bei Laune gehalten werden sollen. Große Teile des Werks in Hannover gehen ebenso wie das Berliner Verwaltungsgebäude und das DGG-Studio im Bombenhagel unter. 1945 liegt Deutschland in Schutt und Asche. Bei der DGG sind erstaunlicherweise das Matrizenlager, große Teile der Presserei, das Kesselhaus und die Galvanik noch leidlich intakt und damit trotz aller Kriegsschäden noch betriebsbereit. Schon im Juli 1945 erhält die Deutsche Grammophon eine vorläufige Produktionserlaubnis (´permit´) zur Herstellung von Wiedergabe- und Fernmeldegeräten sowie Schallplatten. Es gibt aber kaum Strom, zu wenig Kohle und gar keinen Nachschub an Schellack. Die ersten Platten müssen aus Schallplattenbruch gefertigt werden. 1946 ist die Deutsche Grammophon die erste Schallplattengesellschaft, die für ihre Produktion ein Magnetophonband zur Aufnahme benutzt. Auch in Berlin probiert eine Rumpf-Mannschaft der DGG gleich nach Kriegsende mit sechs geretteten Plattenpressen den Neuanfang und beginnt, die sowjetische Besatzungszone zu beliefern. Es besteht so gut wie kein Kontakt zwischen Berlin und Hannover. Um die Situation zu vereinfachen, wird im Jahr der Berlin-Blockade und der Währungsreform die provisorische Fertigungsstätte in Berlin geschlossen und der Verwaltungssitz der Grammophon zurück nach Hannover verlegt. Gleichzeitig beginnt die Schallplattengesellschaft, ihr Repertoire in Segmente einzuteilen. Die Marke Polydor, ab 1949 mit sieben Sternchen im Etikett, wird fortan der Tanz- und Unterhaltungsmusik (im weitesten Sinne) vorbehalten sein. Gerade in der ersten, harten Nachkriegszeit dürsten die Menschen offenbar mehr nach leichter Kost denn nach schwerer Klassik. Nun schlägt die große Stunde für Sänger wie Karl Berbuer mit seinem Trizonesien-Song, für Jupp Schmitz, der fragt: Wer soll das bezahlen?, für René Carol, der den Hafen von Adano besingt, für Friedel Hensch & die Cyprys (Mein Kaugummi) und - allen voran - für Rudi Schuricke und sein berühmtes Lied über die Capri-Fischer. Polydor wird Schrittmacherin der deutschen Schlagergeschichte.

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